Theater

Jedes Jahr im Frühjahr führt unsere Theatergruppe ein Theaterstück an vier Abenden in unserer Gemeinschaftshalle auf. Die Proben dafür beginnen schon im November, einmal pro Woche trifft man sich, später dann 2-3 mal pro Woche. Es geht meistens lustig zu, über die Rollenverteilung durch den Regisseur, das erste Lesen bis hin zur gespielten Situationskomik steht der Spaß im Vordergrund.

Die Anspannung und das Lampenfieber steigern sich von Probe zu Probe bis dann endlich der Vorhang fällt. So ist es heute, aber bestimmt war es früher nicht anders, denn wie soll man sonst die lange Theatertradition in Oberhausen erklären.

Leider gibt es keine zusammenhängende Dokumentation der Theaterhistorie oder sie ging im Laufe der Jahrzehnte verloren. Es ist jedoch davon auszugehen, daß die Oberhausener Theatertradition fast genau so alt ist wie der Gesangverein selbst. Das älteste Bild einer Oberhausener Theatergruppe stammt aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Seit dort stößt man immer wieder auf Hinweise, dass die Theatertradition nie richtig unterbrochen war. Anfang der 50 Jahre, nach dem 2. Weltkrieg wurde das Theaterspielen wieder aufgenommen und aus dieser Zeit sind auch noch Rollenbücher der damals aufgeführten Schau- und Volksspiele vorhanden. Diese Stücke waren meistens von ernstem Charakter. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an Stücke wie zum Beispiel: „Was Gott zusammenfügt – das soll der Mensch nicht trennen“ oder „ Mutters Einfall- Vaters Reinfall“.

Diese Theaterstücke wurden damals unter der Regie von Ernst Bantz im Gasthaus „Zur Sonne“ aufgeführt. In den Jahren darauf wurde die Regie von August Sprenger übernommen mit Stücken wie „Die Not der Alten“, „Heimat unterm Pflug“ oder „Die verlorene Erbschaft“ um nur einige zu nennen. Als das Gasthaus „Zur Sonne“ geschlossen wurde folgte eine längere Theaterpause.

Erst Ende der 70er Jahre wurde in der neuen Gemeinschaftshalle immer mal wieder ein Theaterstück aufgeführt, wie zum Beispiel „Ehestand – Wehestand“ oder „Die 2 Neidhämmel“. Aber nicht nur die Räumlichkeiten hatten sich geändert, auch die Theaterstücke. Aus dem Volksstück wurde im Laufe der Jahre ein Schwank und aus dem Schauspiel ein Lustspiel.

Seit 1987 führt die Theatergruppe jährlich ein Theaterstück auf. Anfangs unter der Regie von August Sprenger und seit 1997 unter der Regie von Helmut Hitziger.

Aber das ist noch lange nicht alles, was der GV in Sachen Theater zu bieten hat.

Alljährlich zur Weihnachtsfeier zeigt die Kindertheatergruppe ihr Können, mit Krippenspielen oder mit heiter bis besinnlichen Weihnachtsgeschichten. Auch diese Tradition reicht bis zu den Gründungsjahren zurück. Von 1996 bis 2009 führte Sybille Sprenger und Yvonne Schaumlöffel die Regie, seit 2010 Angelika Hild-Krichbaumer.

Darüber hinaus ist die Theatergruppe seit 3 Jahren, beim Stationentheater der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern, mit von der Rolle.

Man kann mit gutem Gewissen behaupten, dass die Theatergruppe schon immer eine tragende Säule des Vereines und eine kulturelle Bereicherung für die Gemeinde Oberhausen gewesen ist.

Aufgeführte Theaterstücke seit 1987

1987: Familienkrach im Doppelhaus

1988: Ein Mann mit Vergangenheit

1989: Mit Küchenbenutzung

1990: Urlaub vom Ehebett

1991: Der Meisterlügner

1992: Blaues Blut und Erbsensuppe

1993: Schwarzenbach im Umweltfieber

1995: Liebe auf Italienisch

1996: Eine fast sündige Nacht

1997: Der Liebesschrank

1999: Die unglaubliche Geschichte der wilden Hormone

2000: Der Pantoffelheld

2001: Der ledige Bauplatz

2002: Das verflixte Klassentreffen

2003: Spanien ole´

2004: Frauenpower

2005: Bommels verrückte Heimkehr

2006: Die Nacht der Nächte

2007: Graf Poldis letzter Coup

2008: Der Mustergatte

2010: Mit Schlafsack und Kamillentee

2011: Oh, Gott die Familie

2012: Familienkrach im Doppelhaus

2012: Familienkrach im Doppelhaus (Open Air Vorstellung)

2013: Alter schützt vor Tollheit nicht (Nix Bollywood bei Korn und Schrot)

2016: Tolldreiste Brüder!

2017: Die Silberhochzeit